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Aktuelle Ausstellung
Botond 1949-2010
Gedenkausstellung
Sitz der Seele

Mit seiner unverwechselbaren künstlerischen Sprache blickte Botond in seinen Werken ins Innere. Sein gesamtes künstlerisches Schaffen handelt von existenziellen Fragen des Menschseins. Die Suche nach dem „Sitz der Seele“ begleitete ihn besonders in seinem Spätwerk und zeigt in den Werkgruppen „Hirn“ und „Schamanen“ seinen künstlerischen Weg zur Spiritualität.
Aus Polyethylenfolie, die er vernäht, verklebt, unter großer Hitze verschweißt hat, formte er Leiber, Kopfschemen und Gehirne, wobei die maschinellen Nähte die Assoziation von dünn verästelten Nervenbahnen oder feiner Adern zeichnen.
Die intensive Beschäftigung mit dem Schamanismus motivierte ihn zu der 15teiligen Portraitserie,  die eine Hommage an die Kultur und Weisheit darstellt. Er nutzte abgelegte LKW-Planen, ein Material mit Gebrauchsspuren, in denen das Morbide, der Verfall, die Brüchigkeit, bereits angelegt sind und formte das Material zu Objekten, Collagen und Reliefs. Dabei entwickelte er ein großes Repertoire an Verarbeitungstechniken und Oberflächengestaltungen.
Die formale Vielgestaltigkeit und die sinnlichen Qualitäten seiner Arbeiten entstehen durch seinen experimentellen Umgang mit Materialien und Techniken.

Finissage
17.09.2021
18-21 Uhr

Die Ausstellung läuft noch bis Ende September.